Die Planeten Jupiter, Saturn und Merkur sowie die vielen hellen Sterne des Winterhimmels stehen in der Nähe der Sonne und werden nur während der totalen Phase der SoFi kurz sichtbar (Graphik). Nur in Gebieten von Lusaka westwärts kann die Venus bei freier Sicht zum westlichen Horizont kurz vor dem Untergang erspäht werden. Sie dürfte allerdings bereits etliche Minuten vor dem Eintreffen des Kernschattens sichtbar werden. Eine ausführliche Darstellung des Finsternishimmels finden Sie auf der Seite von Olivier Staiger.
Der Nachthimmel wird vom strahlend hellen rötlichen Planeten Mars dominiert, der am 13. Juni in Oppositionsstellung zur Sonne gelangt. Seine größte Erdnähe erreicht er in der Nacht nach der SoFi. Da er sich sehr weit südlich durch den Tierkreis bewegt, wird er gegen Mitternacht fast im Zenit stehen! Wenn Mars sich gegen Morgen zum Untergang neigt, geht im Osten die noch wesentlich hellere Venus auf.
Blickt man am frühen Abend nach Eintritt der Dunkelheit Süden, so sieht man gleich die prachtvollsten Sternbilder des Südhimmels. Von Ost nach West reihen sich der Skorpion, der Centaur (mit Alpha Centauri), das Kreuz des Südens, der Schiffskiel (mit Canopus) und der Große Hund (mit Sirius) vor der Kulisse der Milchstrasse aneinander. Sirius, Canopus und Alpha Centauri sind die drei hellsten Sterne am Himmel. Im Sternbild Centaur befindet sich auch ein klassisches Beobachtungsobjekt des Südhimmels, nämlich der Kugelsternhaufen omega Centauri (= NGC 5139). Er gehört zu den wenigen mit bloßem Auge sichtbaren Sternhaufen.
Unser Tip: Nehmen Sie sich einen dieser handlichen Naturführer mit, der Sternkarten des Südhimmels enthält. Wenn Sie dann noch ein gutes Fernglas (auch zur Tierbeobachtung wichtig!) dabei haben, sind Sie schon mit dem notwendigsten ausgerüstet.
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