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Aktuelle Informationen zur Lage in Zimbabwe

Aktualisiert am 13.02.01

Nach einem Bericht in der Reise-Fachzeitschrift FVW (Heft 24/00) stellt sich die Lage in Zimbabwe wie folgt dar:
Der Tourismus in diesem Land hat massive Einbrüche zu verzeichnen (in manchen Regionen bis zu 90% weniger Gäste), obwohl es in den wichtigen Reisegebieten gar keine Farmbesetzungen gegeben hat. Letzteres wurde jedoch im Ausland kaum wahrgenommen. Das Ausbleiben der Touristen hat mittlerweile zu einer schweren Wirtschaftskrise geführt. Aufgrund des Devisenmangels ist es zu einer dramatischen Treibstoffverknappung gekommen. Individualreisen mit Mietwagen sind deshalb derzeit nicht anzuraten. Die großen Veranstalter haben z.T. eigene Spritdepots angelegt, doch kann es auch hier kurzfristig zu Programmänderungen kommen.

In einer dpa-meldung vom 15.11.2025 heißt es, daß aufgrund der Farmbesetzungen die Einnahmen aus dem Tabakanbau stark zurückgegeangen seien, weshalb das Geld zum Einkauf von Rohöl fehle. Und nun wörtlich: ""Für die Einahmen aus den Tabakplantagen gibt es wenig Alternativen. Gold, bisher die zweitgrößte Einnahmequelle, wird mindestens bis Mitte nächsten Jahres keine Devisen einbringen, da ein Teil der Staatsschulden damit beglichen werden soll. Auch mit dem Tourismus, Geldbringer Numer drei, ging es bergab. Nach den Besetzungen der Farmen stuften internationale Reiseveranstalter das Land in der vergangenen Woche als "unsicher" ein."

Von den Einbrüchen nahezu unberührt blieben die Victoria Falls, welche außerhalb der Totalitätszone vom 21.06.01 liegen.
Das folgende Zitat stammt aus einem Artikel in der Welt am Sonntag (Nr. 47/00, S.103): "Glaubt man der Regierung von Prsident Mugabe, so bestehen für Touristen derzeit keine Risiken. Tatsächlich griffen die Unruhen während des Wahlkampfes im vergangenen Juni von den Farmlands nicht auf die Nationalparks über. Überhaupt spielt sich der Tourismus, das gilt besonders für das Zentrum Victoria Falls, in großer Ferne zu den sozialen und politischen Realitäten des Landes ab."

Nach den Berichten, die uns von verschiedenen Tour-Anbietern in den letzten Wochen erreicht haben, ist die Lage in Zimbabwe nach wie vor prekär. Die Regierung geht verschärft gegen Oppositionelle vor. Währenddessen setzt sich der wirtschaftliche Niedergang des Landes fort. So hat auch der Treibstoffmangel wieder zugenommen. Von Individualreisen nach Zimbabwe ist daher unverändert abzuraten. Weitere fortlaufend aktualisierte Informationen über die politische Lage in Zimbabwe enthät das Feature des Hupe-Verlages: Wohin steuert Zimbabwe?.