|
ECLIPSE-REISEN.DE präsentiert MEDITERRANE TRÄUME |
|
|
SCHWARZE SONNE IN DER STEPPE (28.03.2026) 26.03.2026 27.03.2026 28.03.2026 29.03.2026 ERGÄNZUNGEN ZU UNSEREM BERICHT (VIDEOS AUF YOUTUBE) DIASHOW (Laufzeit 4m24s) FILM (Laufzeit 12m41s) | |
|
Wie gestern geplant nehme ich gleich am Morgen eine Reihe von Fotos und ein Video durch mein Zimmerfenster auf. Es sind ziemlich groe Fenster, die bis zum Boden reichen; das gilt auch fr das Bad. Wenn man auf der Toilette sitzt, kann man fast senkrecht 75 Meter nach unten blicken. Blick aus dem Hotelzimmer. Im Frhstcksraum wimmelt es heute von Japanern. Es ist unschwer zu erraten, aus welchem Grund sie hierher gereist sind. Nach dem Frhstck ist für unsere Reiseteilnehmer Aufbruch angesagt; fast alle haben einen Tagesausflug nach KAPPADOKIEN gebucht. Es gibt wieder einen Zubringer vom RIXOS zum ÖZKAYMAK, von wo dann der groe Reisebus startet. Altan, Michael und ich brechen mit dem PKW zu einer Erkundungstour ins Taurusgebirge auf. Am SUGLA GL hoffen wir geeignete Beobachtungsorte fr den Fall zu finden, dass es in der Ebene morgen bewlkt sein wird. Anschlieend ist noch ein Abstecher nach ÇATAL HYK, einem der ltesten Siedlungspltze der Welt geplant. Die Fahrtstrecke ist beachtlich, alleine bis zum SUGLA GL sind es mindestens 90 Minuten. Whrend der Fahrt erzhlt Michael wie er Ahmet kennengelernt und mit ihm zusammen einen Minigolfplatz in ANTALYA betrieben hat. Der erste grere Ort, den wir erreichen, ist BEYSEHIR, das an dem gleichnamigen See liegt, der etwa so gro ist wie der Bodensee. Wir fahren jedoch gleich weiter Richtung SEYDISEHIR. Von der Strae dorthin bietet sich ein hervorragender Ausblick auf die ber 2500m hohe Bergkette BYKGZET DAGI, die uns nun eine ganze Weile rechter Hand begleiten wird. Ich bitte um eine kurzen Halt, da ich ein paar Fotos machen und ein Panoramavideo drehen mchte. Video (mp4, 1.63 mb): Panorama an der Strae von BEYSEHIR nach SEYDISEHIR Unterwegs im Taurusgebirge. Als wir bereits weiterfahren mchten, erreicht mich ein Anruf von einem deutschen Touristen, der sich in NORDZYPERN aufhlt und am Nachmittag nach KONYA rberfliegen mchte. Er mchte sich dann unserer Gruppe anschlieen und bentigt ein Zimmer. Das sollte eigentlich kein Problem sein, weil wir ja mindestens 2 Zimmer durch Noshows frei geblieben sind. Nun stellt sich im Verlauf des Gesprchs heraus, dass der Herr am Apparat ein Bekannter desjenigen ist, der seinen Flug nach KONYA gestern verpasst hatte und stattdessen mit dem Tagesflug kommen wird. Ich gebe dem Herrn in NORDZYPERN dann noch Ahmets Handynummer, damit er bei ihm das Hotelzimmer fix machen kann. SEYDISEHIR hat eine Umgehungsstrae, an der eine recht moderne Raststtte liegt; Michael nimmt den obligatorischen Check der sanitren Einrichtungen vor, die wohl ganz ok sind. SUGLA GL ist laut unserer Karte ein zeitweise austrocknendes, abflussloses Gewsser von betrchtlicher Gre. Was wir dann vorfinden, ist allerdings eine von Wiesen bedeckte Ebene mit Entwsserungskanlen. Die Zuflsse sind zwischen Dmme eingezwngt - offenbar luft hier ein gro angelegtes Landgewinnungsprojekt. Irgendwo in unbestimmbarer Ferne sollte es aber einen Restsee geben, denn das Wasser aus den Zuflssen muss ja irgendwo hin laufen. Die Strae - es ist brigens die mit der Nummer 340 - ist auf einem der vielen Dmme angelegt worden. Rast- oder Parkpltze hat man offensichtlich nicht vorgesehen. Fr uns heit das: kein geeigneter Beobachtungsort - eine herbe Enttuschung. Zum Glck gibt es bei einem seltsamen Hgel, der spontan den Gedanken an eine archologische Fundsttte aufkommen lsst, einen Seitendamm, auf den eine unasphaltierte Piste fhrt. Hier knnten problemlos 10 Busse hintereinander stehen; die Reiseteilnehmer knnten sich auf dem Hgel oder neben den Bussen entlang des Damms verteilen. Besonders anheimelnd wre das nicht, aber wenn anderswo der Himmel bedeckt wre und hier nicht, dann wrde man das wohl in Kauf nehmen. Michael und ich steigen auf den Hgel, whrend Altan sein Notebook auspackt, es auf den Kofferraum-Deckel stellt und seelenruhig im Internet surft. Dass Becken, in dem der SUGLA GL bzw. das, was von ihm brig ist, liegt, ist einige 100 km gro. Rundherum befinden sich 2000 m hohe Gebirgszge, ber denen Kumuluswolken hngen. Aber eben nur dort - ber dem Seebecken wlbt sich ein stahlblauer Himmel. hnliches haben wir bereits gestern in der anatolischen Hochebene beobachtet: Wolken gab es nur ber den kleinen Hhenzgen zwischen KONYA und BASGTREN. Da die Sonne whrend der SoFi etwa 55 Grad hoch stehen wird, reicht es bei einer solchen Wetterlage vollkommen aus, wenn man sich 3 oder 4 Kilometer von den Gebirgszgen entfernt. Möglicher Beobachtungsort am SUGLA GL; im Vordergrund einer der Dämme. Das Bro ist berall - dank Notebook und Mobilfunk. Wir folgen der 340 weiter nach Sden, in der Hoffnung noch einen besseren Standort zu finden, doch diese Hoffnung erfllt sich nicht. Allenfalls kme das Dorf YALIHYK in Frage. Es bietet einen pittoresken Anblick, wir entdecken sogar ein paar Storchennester. Unser Eindruck ist der einer sehr traditionell lebenden Dorfgemeinschaft, die wahrscheinlich nur hchst selten auslndische Touristen zu sehen bekommt. Hier mit 300 Leuten und 8 Bussen einfallen - das geht einfach nicht. Video (mp4, 2.94 mb): Störche in YALIHYK Ein Blick auf die Uhr: es ist gleich halb eins. Ich verdrnge den Gedanken an die weite Strecke, die wir noch vor uns haben, und vertraue weiter aus Altans Fahrknste. Nach einer knappen Stunde sind wir wieder in der anatolischen Hochebene, ber der hier der gewaltige Vulkan KARADAG thront. ber ÇUMRA erreichen wir auf schmalen Landstraen ÇATAL HYK, eine der bedeutendsten prhistorischen Ausgrabungssttten. Unzhlige Siedlungsschichten haben ber Jahrtausende in der ansonsten tischebenen Landschaft einen beachtlichen Hgel entstehen lassen. Die lteste Siedlung ist vor ber 9000 Jahren kurz nach Ende der Eiszeit entstanden, als es hier noch Wald gab. Die Lehmhuser standen wie Bienenwaben Mauer an Mauer nebeneinander; Straen gab es nicht - die Hauseingnge befanden sich auf den Dchern, wo sich vermutlich auch das ffentliche Leben abspielte. Neben verschiedenen Ausgrabungen kann man sich auch eine vollstndige Rekonstruktion eines solchen Steinzeithauses ansehen. Von der Spitze des Hgels aus hat man einen weiten Blick ber die Ebene bis hin zum KARADAG. Ahmet hat uns nicht zu viel versprochen: ÇATAL HYK ist so, wie es dem Besucher prsentiert wird, in der Tat ein eindrucksvoller Ort. Altan hat zwischendurch ein wenig mit dem Aufseher geplaudert. Angeblich kommen Leute zur SoFi hierher, aber ob wirklich und wieviele ist unklar. Die Parkplatzsituation ist auch nicht glcklich, und ob ein Massenauflauf der archologischen Sttte wirklich gut tut, ist ebenfalls fraglich. Da ÇATAL HYK ohnehin nicht auf der Zentrallinie liegt, streichen wir es wieder aus der Liste potentieller Beobachtungspltze. Blick von ÇATAL HYK auf den erloschenen Vulkan KARADAG. Ausgrabungen in der Steinzeitsiedlung ÇATAL HYK. So wohnte man vor 9000 Jahren. Und so bewirbt man heute eine Sonnenfinsternis. Das Plakat hing neben dem Kassenhäuschen. ber Nebenstraen geht es zurck nach KONYA. Die Planung war, dass wir gegen 16.00 Uhr wieder in der Stadt sind, das werden wir schaffen. Fraglich ist allerdings, ob Alexander Birkner rechtzeitig zu seinem Vortrag am Abend eintreffen wird. Altan hatte zwischendurch Kontakt mit Mehmet, der die Reiseleitung bei der KAPPADOKIEN-Tour hat. Die wird wohl etwas lnger dauern als geplant; es gefllt den Teilnehmern offenbar so gut, dass Mehmet nicht abbrechen mchte, nur um den Zeitplan einzuhalten. Sie wollen aber bis 20 Uhr zurck sein. Whrend ich in der Ebene weitere Hgel entdecke, die von weitem wie ÇATAL HYK aussehen oder wie der Hgel am SUGLA GL, erhlt Altan den aufgeregten Anruf eines der Transferfahrer aus ANTALYA. Dort stehen mehr Kunden, als auf seiner Liste vermerkt sind. Dies ist in der Tat erstaunlich. Auf Nachfragen erklrt der Fahrer, dass die zustzlichen Personen steif und fest versichern, dass sie gebucht und bezahlt htten. Ich kann mir darauf absolut keinen Reim machen. Die Handy-Verbindung ist offenbar nicht gut, jedenfalls bekommt Altan niemanden von den berzhligen Gsten ans Gert. Schlielich wird beschlossen, diese - da Sie es ja so wnschen - mit nach KONYA zu nehmen. Ich mchte eigentlich mit Ahmet im ZKAYMAK die Details fr den kommenden Tag besprechen, doch er ist noch in organisatorischen Angelegenheiten unterwegs, es geht wohl unter anderem um die Sache mit den Pssen. Zu meinem Erstaunen ist der Herr, der mich vor ein paar Stunden noch aus NORDZYPERN angerufen hatte, bereits im ZKAYMAK eingetroffen; das ging wirklich schnell! Whrend ich auf Ahmet warte, schaue ich mir im Internet wieder einmal den aktuellen Wetterbericht von Jürgen Vollmer an. Demnach ist es nun fast sicher, dass wir auer ein paar dnnen Zirren morgen nichts zu befrchten haben. Wir werden folglich mit allergrter Wahrscheinlichkeit auf dem Hgel bei AKRENKISLA sein. Da Ahmet noch lnger unterwegs sein wird, bitte ich gegen 17.30 Uhr Altan, mich zum RIXOS zu bringen. Genau zu diesem Zeitpunkt ist bei Angela in BONN endgltig Buchungsschluss fr den Tagesflug - rien ne va plus. Ich habe jetzt etwa 2 Stunden Zeit, bis Altan mich um 20.00 Uhr wieder abholen wird. Routinemig berspiele ich die Fotos und Videos unserer heutigen Tour zunchst auf das Notebook; von dort aus kopiere ich dann alles noch einmal auf die mobile USB-Platte - doppelt hlt besser. Zwischendurch ruft eine Dame vom Radiosender SDR 1 an; sie sucht einen Sonnenfinsternis-Reisenden, der morgen frh gegen 07.30 Uhr live ein Telefon-Interview fr den Sender geben kann. Ich werde dann lngst am Airport sein, aber die Gruppe sollte beim Frhstck sitzen. Ich empfehle Ihr Marc Weihrauch als Interviewpartner; sie ist einverstanden, ich gebe spter am Abend noch Marcs Handynummer an den Sender durch, nachdem ich mit ihm gesprochen hatte. Telefonischen Kontakt habe ich auch mit Ahmet, der mir berichtet, dass der KAPPADOKIEN-Bus noch später zurückkehren wird. Was soll's, Hauptsache die Leute haben einen erlebnisreichen Tag. Ich rufe Stephan Heinsius an, dessen Gruppe am Nachmittag in Konya eingetroffen ist. Eigentlich sollten Alexander und er den Vortrag am Abend gemeinsam fr beide Gruppen halten. Weil daraus nun nichts wird, werde ich Alexanders Part teilweise und improvisiert bernehmen. Da unsere Leute ja fast alle unterwegs sind, bin ich beim Abendessen ziemlich alleine unter vielen Japanern. Langweilig wird es aber nicht, da auch beim Essen das Telefon klingelt. Kurz nach 20.00 Uhr bin ich wieder im ZKAYMAK. Dort klrt sich die Sache mit den berzhligen Reiseteilnehmern auf verblffende Weise; die 3 Personen hatten tatschlich bei uns gebucht - allerdings nicht Ahmets Programm, sondern die KAPPADOKIEN-Tour von GER. Sie hatten wohl am Airport Ahmets Schild gesehen, auf dem u.a. "Reisebro in der Sdstadt" stand. Und dann hatte das Missverstndnis seinen Lauf genommen. Ich kann das zwar nicht nachvollziehen, aber die 3 haben Glck im Unglck: zum einen bringt Ahmet sie noch irgendwie im ziemlich ausgebuchten Hotel unter und zum anderen wissen wir ja, dass die GER-Gruppe morgen zur SoFi in OBRUK sein wird, das wiederum nur 15 Minuten von unserem (wahrscheinlichen) Beobachtungsort entfernt liegt. Wir knnen die 3 dort also wieder der korrekten Gruppe zufhren. Ich gebe ja zu, dass ich ziemlich darber gelstert hatte, dass GER den Beobachtungsort vllig unflexibel und in einem engen Zeitplan bereits vor Monaten festgelegt hat ... aber in diesem Moment hat das fr unsere gestrandeten Kunden unschtzbare Vorteile. Die Gruppe von Stephan Heinsius ist pnktlich um 21.00 im Vortragssaal versammelt und wir mchten sie nicht allzu lange warten lassen. Also kontaktieren wir noch einmal Mehmet und bitten ihn, mit allen Teilnehmern zunchst zum ZKAYMAK zu kommen. Wir mchten absolut sicher gehen, dass jeder die relevanten Informationen ber den Ablauf des morgigen Tages aus erster Hand erhlt. Im Vortragssaal fasse ich in knapp 10 Minuten die wichtigsten Fakten zum Ablauf der Finsternis und die dabei auftretenden Phnomene zusammen und berlasse Stephan Heinsius dann das Feld. Dann treffen auch unsere KAPPADOKIEN-Ausflgler ein, einige sind ziemlich aufgeregt, weil sie hier am ZKAYMAK austeigen mussten und nun Sorge haben, nicht mehr zum BALIKÇILAR zu kommen. Ich kann sie beruhigen, dass es nach der Information zum morgigen Ablauf gleich zum anderen Hotel weitergeht und dass es dort natrlich noch Abendessen gibt. Einige sind allerdings ganz pragmatisch gleich in den Speisesaal des ZKAYMAK gegangen und haben bereits bestellt. Da sie hier keine Halbpension bezahlt haben, mchte der Kellner natrlich eine entsprechende Bezahlung sehen. Ahmet klrt die Situation dann zur allgemeinen Zufriedenheit. Vor inzwischem weitgehend geflltem Saal hat Stephan Heinsius seinen Vortrag beendet. Ich bin jetzt noch einmal an der Reihe, erlutere fr Ahmets Gruppe den morgigen Ablauf und stelle kurz den voraussichtlichen Beobachtungsort vor, auerdem gibt es natrlich die letzten Wetterinfos. Aber was ist, wenn das Wetter wider Erwarten doch noch einen Streich spielt, was ist, wenn wir eine Fehlentscheidung treffen? Wir? Eigentlich ist es ja mein Plan ... also nehme ich von Vorneherein die Schuld fr auf mich, falls wir unter Wolken stehen. Die Gruppe von Stephan Heinsius ist unabhngig und mit einem eigenen Bus unterwegs. Dennoch wre eine gemeinsame Beobachtung schn, denn auch seine Gruppe besteht etwa zur Hlfte aus unseren Kunden. Nachdem der offizielle Teil zu Ende ist, bleibt noch ein paar Leute zusammen und schauen sich auf meinem Notebook die Fotos und Videos von dem Hgel bei AKRENKISLA an. Gegen 23.00 Uhr bin ich wieder im RIXOS; eine kurze Nacht liegt vor mir, denn schon um 04.30 Uhr mchte ich am Airport sein, wo gegen 05.30 Uhr der Sonderflug der CONDOR mit weiteren 200 SoFi-Begeisterten einteffen wird. Um Mitternacht liege ich im Bett, doch trotz der inzwischen grenzenlosen bermdung finde ich zunchst keinen Schlaf; als ich dann endlich eingeschlummert bin, klingelt das Telefon. Angela ruft vom Frankfurter Flughafen aus an und teilt mir mit, dass die Maschine der CONDOR wegen eines Defektes nicht fliegen kann und in HAMBURG stehen bleiben muss. Man hat allerdings bereits eine Ersatzmaschine in Frankfurt aufgetrieben. Die kann aber nun nicht einfach in Hamburg die festsitzenden Passagiere aufsammeln, da dort ein Nachtflugverbot besteht. Die Hamburger werden daher in einem Bus nach HANNOVER gebracht und dort abgeholt. Man wird daher erst mit erheblicher Versptung - etwa gegen 08.30 Ortszeit - in KONYA eintreffen. Na gut, dann ist ja immer noch viel Zeit bis zum ersten Kontakt. Ich informiere Ahmet, der wohl von vorherein ohne Schlaf geplant hat, und bitte um Abholung am RIXOS um 07.45 Uhr. Den Wecker stelle ich auf 06.00 Uhr - die Panne der CONDOR hat mir zustzliche Stunden Schlaf beschert. |
|
|
26.03.2026 27.03.2026 28.03.2026 29.03.2026 | |
| INHALTSÜBERSICHT | |
|
IMPRESSUM UND KONTAKT
© Reisebüro in der Südstadt GmbH 2006-07, all rights reserved |
|