Einführung
Der 01.06.2026 bringt Europa die zweite ringförmige Sonnenfinsternis binnen 30 Monaten (Detailkarte). Sie beginnt über der algerischen Sahara und erreicht bereits Augenblicke später den Süden Tunesiens. Über Djerba schiebt sich der Mond für 2m45s vor die Sonne. Jenseits der Grenze zu Lybien dauert das Schauspiel auf der Zentrallinie 4m17s, in der Haupstadt Tripoli 3m54s. Ebenfalls zu bewundern ist der Feuerring über Malta, das sich, da am Rande der Zentralzone gelegen, auf ein ausgeprägtes Perlschnurphänomen freuen darf.
Die Zentralzone erreicht nun Griechenland; für etwa 4 Minuten zeigt sich der Feuerring über Athen, bevor er auf den Bosporus zusteuert. Istanbul (Finsternisdauer 4m33s) liegt fast auf der Zentrallinie. Nach Überquerung des Schwarzen Meeres fällt der Gegenschatten des Mondes auf die Ukraine, Russland und Kasachstan, bevor er Europa in Richtung Sibirien verlässt.
Das Maximum der Finsternis wird mit 5m21s nordwestlich von Novosibirsk erreicht, die Zentralzone ist hier fast 250 km breit. Omsk, Tomsk, Krasjonarsk und Bratsk sind die bekanntesten Städte, die in Sibirien den Feuerring erleben können. Nach einem Gastspiel im Nordosten Chinas bekommen auch die Japaner von dieser Finsternis noch etwas mit, so z.B. Sapporo für 4m17s. Minuten später endet die Zentralzone im Nordpazifik.
Die SoFi am 01.06.2026 ist in Mitteleuropa am frühen Abend als partielle Finsternis sichtbar. Dabei werden im Südosten immerhin 2/3 Sonnenscheibe vom Mond bedeckt (Diagramm).
Die besten Chancen auf wolkenfreien Himmel bestehen im Mittelmeer-Gebiet (Bewölkungskarte von Jay Anderson).
Karten zu dieser Sonnenfinsternis finden Sie auch bei Peter Tiedt.
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